>Kreisfeuerwehrverband St. Wendel
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Die Feuerwehr darf nicht alles!

Früher war es so, dass wenn Bewohner in Ortsteilen ein Problem hatten, immer die Feuerwehr als Ansprechpartner zur Verfügung stand. Folglich wurde solange telefoniert, bis der entsprechende Verantwortliche der eigenen örtlichen Feuerwehr am Apparat war. Dann wurde erklärt was passiert ist und irgendwann kam dann die Feuerwehr als Problembeseitiger. Bäume, verdreckte Straßen, Hornissennester und verschlossene Türen konnten dann unter der Hand behandelt werden.

 

Doch die Zeiten ändern sich!

 

Heute sind Feuerwehren "Mädchen für alles" - Brände, Verkehrsunfälle, Gefahrguteinsätze, Ölbeseitigungen, Türöffnungen, Rettungen aus Höhen und Tiefen und vieles mehr, sind heute Tagesgeschäft. Immer großer werdende Ortsteile, Industrie und Gewerbegebiete lassen keinen Spielraum für Telefonnummern suchen und "könntet ihr nicht mal - Ersuche".

 

Hatte damals eine Feuerwehr ein bis zwei Einsätze im Jahr so sind es heute stellenweise bis zu hundert.

 

Die Alarmstruktur der Feuerwehr sieht heute bedeutend einfacher aus.

 

Grundsätzlich sind alle Anrufe nur über die bekannte Nummer 112 zu tätigen!

 

Anrufe an Löschbezirksmitlieder sind nicht nur umständlich sondern verzögern einen Einsatz nur unnötig.

 

Zum Thema Wespen-, Hornissen-, oder Bienennester ist anzumerken, das diese nicht von der Feuerwehr beseitigt werden dürfen. Nur wenn eine akute Gefahr für Mensch und Tier zu erwarten ist. Diese Tierarten unterliegen dem Naturschutzgesetz und müssen von Fachbeauftragten entfernt, bzw. umgesiedelt werden. Hier kann dann das Amt für Umweltschutz Auskunft erteilen. 

 

Auch Bäume oder Äste sind wenn sie nicht eine Gefahr für die Bevölkerung oder den Straßenverkehr darstellen ein Fall für Privatunternehmen. 

 

Das gleiche gilt für Türöffnungen. Die Feuerwehr darf nur Zugänge schaffen wenn es sich um eine lebensbedrohliche Situation für Menschen oder Tiere handelt. Im Rahmen einer Amtshilfe wird hierzu die Feuerwehr von der Polizei oder dem Rettungsdienst angefordert. Privatpersonen können hier nur einen Schlüsseldiesnt informieren oder bei einer zuständigen Polizeiinspektion Informationen einholen. 

 

Der kleine Dienstweg ist sowieso ausgeschlossen, da alle Einsätze der Feuerwehren bei der Kreiseinsatzzentrale angelegt und dokumentiert werden müssen. ©SGR